Grippaler Infekt

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

Sie interessieren sich für Ursachen und Behandlung von GRIPPALEN INFEKTEN. Wir möchten Ihnen helfen, mehr über Behandlungsmöglichkeiten und Selbsthilfemaßnahmen zu erfahren.

Erkältung oder Grippe?

Vielleicht haben Sie sich vorbeugend gegen Grippe schutzimpfen lassen und wundern sich nun, dass es Sie überhaupt "erwischt" hat. Dazu müssen Sie wissen, dass zwischen Grippe -  der "echten" Virusgrippe oder Influenza, wie der Arzt sagt - und einem grippalen Infekt ein Unterschied besteht. Die Virusgrippe ist eine schwere Erkrankung mit hohem Fieber, die lange andauert und schwere Folgeschäden nach sich ziehen kann. Bei dieser Erkrankung müssen Sie auf jeden Fall das Bett hüten. Gegen eine solche Grippe kann man sich tatsächlich vorbeugend impfen lassen, nicht aber gegen den grippalen Infekt. In der Umgangssprache wird er gemeinhin als Erkältung bezeichnet. Trotz dieser Bezeichnung wird die Erkältung nicht durch Kälte, sondern ebenfalls durch Viren hervorgerufen, die allerdings in der nasskalten Jahreszeit bei geschwächten Abwehrkräften leichteres Spiel haben. Dann reichen manchmal schon nasse, kalte Füße aus - und schon hat man einen Schnupfen.  

Eine Erkältung beziehungsweise ein grippaler Infekt verläuft in der Regel harmlos. Es handelt sich um eine Entzündung der oberen Luftwege. Betroffen sind zunächst die Nasen- und Rachenschleimhäute. Sie schwellen an und sondern verstärkt Sekret ab. Oft bleibt die "laufende" Nase - also ein Schnupfen - das einzige Anzeichen des grippalen Infekts. Allerdings können die Krankheitserreger auch in die Bronchien oder die Nasennebenhöhlen vordringen. Dann kommen zum Schnupfen oft noch Husten oder Kopfschmerzen hinzu. Viele Betroffene fühlen sich insgesamt abgeschlagen und unwohl. 

Hilfe bei Schnupfen

Um es gleich vorwegzunehmen: Arzneimittel, die eine Erkältung heilen können, gibt es leider noch nicht. Allerdings können Sie die lästigen und bisweilen auch recht schmerzhaften Symptome lindern.

Hilfe für die verstopfte Nase bringen Nasentropfen oder Nasensprays, die für eine Abschwellung der Schleimhaut sorgen und die Schleimabsonderung erleichtern und vermindern. Auch die Nasenatmung wird dadurch erleichtert. Es gibt heute Präparate, die fünf bis sechs Stunden wirken. Es reicht also aus, Tropfen oder Spray zweimal täglich zu verwenden. Putzen Sie sich vor jeder Anwendung die Nase.  

Verwenden Sie Tropfen oder Spray möglichst nicht länger als acht Tage, da sonst die Nasenschleimhaut austrocknet. Bei missbräuchlicher Anwendung kann die Nasenschleimhaut irreversibel geschädigt werden.

Nachfolgende Rasterelektronenmikroskop-Aufnahme zeigt eine irreversibel geschädigte Nasenschleimhaut nach Anwendung von Nasenspray über einen Zeitraum von 6 Monaten. Im Vordergrund noch halbwegs intaktes Flimmerepithel, dahinter die kraterartigen Schäden ohne jegliches Flimmerepithel.  Die Erkältungsviren haben da leichten Zugang. Man kann ohne Nasenspray praktisch nicht mehr auskommen, da man ständig unter trockener Nase leidet. 

Da die Nasenausgänge und der Bereich der Oberlippe bei länger anhaltendem Schnupfen meist entzündet sind, empfiehlt es sich, auf die betroffenen Hautpartien mehrmals täglich eine fette Pflegesalbe oder -creme mit heilenden Zusätzen aufzutragen oder auch nur reine Vaseline.

Husten, Halsschmerzen und Fieber

Je nachdem, ob Sie unter trockenem Reizhusten oder Husten mit Auswurf leiden, gibt es unterschiedliche Wirkstoffe und Zubereitungen, die entweder den lästigen Hustenreiz lindern oder aber schleimlösend wirken. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl eines für Sie geeigneten Präparates. Auch gegen Halsschmerzen halten wir für Sie verschiedene Mittel bereit.

          Halten Sie sich in warmen, aber nicht überheizten Räumen auf. Durch zu trockene Zimmerluft bieten Ihre trockenen, eventuell schon entzündeten Schleimhäute keinen natürlichen Schutz gegen die Erreger. Feuchten Sie also die Luft an, indem Sie Gefäße mit Wasser aufstellen oder Behälter mit Vliespapier an die Heizung hängen. Bei Feuchtigkeitsverdampfern muß das Wasser täglich erneuert und der Behälter gesäubert werden, damit sich im Wasser keine Bakterien anreichern, die dann in die Raumluft gelangen. 

Wenn Sie Fieber haben, sollten Sie nicht gleich dagegen vorgehen. Es ist eine Abwehrmaßnahme des Körpers gegen die Krankheitserreger. Linden- und Holunderblütentee regen zum Schwitzen an. Man wird die Erkältung schneller wieder los. Fragen Sie aber Ihren Arzt, ob Sie eine solche Schwitzkur machen dürfen, da Herz und Kreislauf zusätzlich belastet werden.

Durch Fieber und Schwitzen geht dem Körper auch viel Flüssigkeit verloren, die wieder ersetzt werden muß. Durch das Trinken (am besten warmer Tee) kann sich auch eventuell vorhandener zäher Schleim aus den Bronchien besser lösen, da er verflüssigt wird und so leichter ausgehustet werden kann.  

Mit zusätzlichen Gaben von Vitamin C - entweder aus frischen Zitrusfrüchten oder als Brausetabletten aus der Apotheke - stärken Sie ganz allgemein Ihre Abwehrkräfte gegen Infektionen. Sie bekommen bei uns auch sog. Immunmodulatoren (früher Immunstimulantien genannt). Das sind pflanzliche Präparate, die die körpereigene Abwehr anregen. Sie enthalten Wirkstoffe des roten Sonnenhutes, des Lebensbaumes, des Wasserhanfes oder des wilden Indigo. Beachten Sie bitte bei der Einnahme die Dosiervorschriften der Gebrauchsanweisung.  

Wann zum Arzt?

·         Wenn der Infekt nach einer Woche immer noch nicht abgeklungen ist,

·         wenn Ihre Körpertemperatur über 39 Grad Celsius ansteigt,

·         wenn Sie starke Hals- oder Ohrenschmerzen bekommen,

·         wenn Sie einen anhaltenden trockenen und dazu schmerzhaften Husten haben

·         sowie bei stärker werdenden Atembeschwerden oder

·         bei heftigen Kopfschmerzen. 

Mit Sicherheit vermeiden läßt sich eine Erkältung nicht. Dennoch können Sie einiges zur Vorbeugung tun. Vor allem alte und gebrechliche Leute, für die auch ein grippaler Infekt zu einer zusätzlichen körperlichen Belastung werden kann, sollten in Grippezeiten größere Menschenansammlungen nach Möglichkeit meiden. Denn durch die so genannte Tröpfcheninfektion werden die Viren am leichtesten übertragen, und Sie können sich anstecken. Vermeiden Sie deshalb in dieser Zeit möglichst auch Händeschütteln.

          Noch eine kurze Information zur Grippeschutzimpfung (nur wirksam gegen die echte Virusgrippe): Die Impfung wird v. a. Kindern und Erwachsenen mit verstärkter Infektanfälligkeit, zum Beispiel Diabetikern, chronisch Kranken, Menschen mit Lungenerkrankungen sowie älteren Menschen empfohlen.

Fragen Sie uns - Wir beraten Sie gerne!



Letzte Aktualisierung am 27.06.2008