Sehr geehrte Kunden, wir halten es für unsere Pflicht, Sie über die Risiken
beim Kauf von Arzneimitteln aus unbekannten Quellen zu unterrichten. Dabei wird
das Risiko oft völlig unterschätzt.
Was ist an einer Fälschung so schlimm? Die wirkt doch genau wie das
Original, sieht nur anders aus.
Eben nicht. Wenn sich eine Marken-Handtasche oder ein Designer-T-Shirt als
gefälscht entpuppt, ist das zwar ärgerlich - eine Handtasche oder ein T-Shirt
besitzt man dennoch. Das Geld ist also nicht vollständig aus dem Fenster
geworfen worden. Bei Arzneimitteln funktioniert das nicht. Medikamente haben nur
einen Nutzen: Krankheiten heilen oder lindern. Wenn ein Medikament diese einzige
Anforderung nicht erfüllt, weil es gefälscht wurde, ist das Geld einfach
verloren. Arzneimittel sind keine Bonbons, die ruhig mal ein bisschen anders
schmecken können als gewohnt.

Eine Fälschung enthält oft zu wenig oder keinen Wirkstoff oder einen anderen
Wirkstoff als angegeben. Über den Herstellungsprozess und die entsprechende
Hygiene gibt es keine Informationen und über die Bestandteile keinerlei
verlässlichen Nachweis. Arzneimittelfälschungen können schwerwiegende
gesundheitliche Folgen haben. Aber nicht nur wirkstofffreie Arzneimittel können
unvorhersehbare Reaktionen hervorrufen und Therapien gefährden. Auch zu wenig
Wirkstoff kann beispielsweise bei Antibiotika dazu führen, dass die Erreger der
Krankheit gegen das Medikament resistent werden, so dass eine spätere Therapie
nur schlecht oder gar nicht wirksam wäre. Im schlimmsten Fall sind die
Bestandteile der gefälschten Arzneimittel nicht nur falsch dosiert, sondern
zusätzlich mit giftigen Substanzen wie Lösungsmitteln versetzt, die ihrerseits
fatale Auswirkungen haben können. Nur wenn Sie Ihre Arzneimittel in einer
Apotheke besorgen, können Sie sicher sein, dass Sie ein sauberes Produkt gekauft
haben.
Wie erkenne ich eine Fälschung?
Ganz einfach: Eine gute Fälschung lässt sich nicht erkennen. Und das macht
sie auch so gefährlich. Oft kann nicht einmal ein Apotheker mit bloßem Auge
ausmachen, ob er es mit einem Original oder eine Fälschung zu tun hat.

Dann hilft nur noch die Analyse des Arzneimittels im Labor. Niemand ist immun
gegen Arzneimittelfälschungen. An Souvenirständen im Urlaub, im Internet, in der
Disco - Arzneimittel haben hier nichts verloren. Nur die Apotheke bietet höchste
Sicherheit. Für den Internetversand gilt: Informieren Sie sich umfassend und
sorgfältig. Jede Apotheke, die Arzneimittel versendet, muss eine Lizenz zum
Versandhandel (§11a Apothekengesetz) vorweisen können. Und dennoch gilt: Wenn
Sie sicher gehen wollen, kaufen Sie Ihre Arzneimittel in der Apotheke.
Was muss ich tun, wenn ich den Verdacht habe, eine Fälschung in die
Hände bekommen zu haben?
Eine Fälschung lässt sich oft nicht mit bloßem Auge erkennen. Wenn Sie ein
Präparat einnehmen und die gewünschte Wirkung ausbleibt oder das Mittel anders
wirkt, als Sie es kennen, haben Sie allen Grund, skeptisch zu sein. Auch wenn
Ihnen die Verpackung oder der Beipackzettel nicht ordnungsgemäß erscheinen, ist
Vorsicht geboten. Wenn Sie das Gefühl haben, eine Arzneimittelfälschung in den
Händen zu halten, suchen Sie umgehend eine Apotheke auf und schildern Sie Ihre
Vermutung. Wenn der Apotheker Ihren Verdacht bestätigen kann, wird er weitere
Maßnahmen in die Wege leiten. Doch nicht immer ist eine veränderte Verpackung
ein Anzeichen für eine Arzneimittelfälschung. Bei sogenannten Parallel- oder
Reimporten werden Originalarzneimittel aus dem Ausland nach Deutschland
importiert. Um die fremdsprachig beschriftete Verpackung in Deutschland
verkehrsfähig zu machen, werden diese Beschriftungen überklebt und der
Beipackzettel durch einen deutschsprachigen ersetzt. Dennoch: Wenn Sie unsicher
sind, was die Herkunft oder Echtheit Ihres Medikaments betrifft, erkundigen Sie
sich bei Ihrem Apotheker.
Fälschungssichere Arzneimittel
Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind inzwischen 10
Prozent der Medikamente Fälschungen. Die Firma Bionorica leitet vor diesem
Hintergrund eine Innovation in Bereich rezeptfreier apothekenpflichtiger
Arzneimittel ein. Das neue Verpackungsdesign der Phytopharmaka wird mit einer
dreidimensionalen und optisch variablen Prägung versehen, die im Sinne eines
bestmöglichen Verbraucherschutzes die Echtheit der Arzneimittel dokumentiert.
Das fühlbare Sicherheitselement wurde von Giesecke & Devrient entwickelt,
welche Euro-Banknoten herstellen. Die Umstellung der Verpackungen betrifft auch
die Atemwegspräparate Sinupret und Brochipret. Der Umstellungsprozess in allen
Produktreihen(Atemwege, Immunsystem, Allergie, Gynäkologie, Urologie, Schmerz
und zentrales Nervensystem) erfolgt schrittweise und soll in Deutschland im
Frühjahr 2011 und für die 49 internationalen Märkte der Bionorica Ende 2011
abgeschlossen sein.
Fragen Sie uns - wir beraten Sie gerne!
Wir helfen Ihnen auch, ein qualitativ hochwertiges von einem
minderwertigen oder gar gefälschten Medikament zu unterscheiden.
Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen.